Heute noch ein voller Satz Anwendungen. Man fühlt sich ein wenig, als wäre man bereits halb transparent und nicht mehr so richtig dabei. Als Ausreißer im ansonsten, wie üblich, straff getakteten Programm habe ich nachmittags drei Stunden frei und dann um 16:00 Wassergymnastik. Da dies gerade am letzten Tag die Krone der Fehlplanung ist, bitte ich die zufällig getroffene Frau Besenstil* mich in eine andere WG Gruppe vorzuverlegen. Glücklicherweise ist dies möglich und ich komme in den ersten (und einzigen ) Genuss einer "Isometrischen Wassergymnastik". Klingt spannend.
De facto ist es aber eigentlich eine ganz normale Wassergymnastik
So bin ich um 13:00 fertig und kann mich dem ganzen
Nachmittags wird dann der letzte Stempel in der Terme abgeholt. Strahlende Sonne stimmt versöhnlich, die Luft ist drinnen viel besser als beim ersten Mal und überhaupt ist es ein großer Spass. Als kleiner Wermutstropfen ist die Chill-Muschel leider von nutzlosen Zeitungslesern besetzt und ein Ruheraum-Diktator plärrt beim kleinsten Geräusch mit 120 Dezibel "RUHERAUM!" durch den ansonsten recht ruhigen Raum.
Leider vergeht die Zeit dort wie im Flug und der Abend naht. Der erweiterte Tisch 12 hat einen Tisch im Hof Hück reserviert um ein formidables Abschiedsessen zu sich zu nehmen.
Auf dem Weg dorthin wird ein knutschendes Teenagerpärchen an der spontanen Fortpflanzung in aller Öffentlichkeit gehindert und der verstörte männliche Part als Fotograf
Das Essen selbst war ein großer Spaß, unverhofft noch aufgelockert durch die vielfältigen Pannen des Etablissements bei der Getränkeauswahl ("Aperol Haben wir nicht! Nehmen Sie doch Campari." (5 min später) "Campari haben wir auch nicht!" (5 min später) "Wir haben Grevensteiner vom Fass." (5 min später) "Wir kriegen das Fass nicht auf!" usw usw. ) Das Essen selbst war lecker und es wurde mehrfach "Auf die Gesundheit!" geprostet. Leicht beschwingt ging es dann ein letztes Mal in die
Dort war, wie gewöhnlich, schon Ruhe eingekehrt. Zurück auf dem Zimmer liefen 80er im (virtuellen) Radio und der letzte Abend neigte sich dem Ende.
Nachts wurde ich nochmal wach und stellte mich leicht bekleidet auf den Balkon, um, gemäß der alten Tradition großer Philosophen der letzten 3.000 Jahre, meinen Blick über den Park schweifen zu lassen und in meinem Kopf Sätze zu formen, die die Welt verändern würden.
Der Park starrte unbeeindruckt zurück. Ich ging wieder ins Bett.


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