Samstag, 5. März 2016

T+2 The Fog: Salznebel des Grauens

Wer dachte, dass 2005er Remake von "The Fog" wäre grauenhaft, der hat die Bad Sassendorf-Version 2016 noch nicht gesehen:

The Fog: Salznebel des Grauens
Handlung: Vier Kurgäste schlendern an einem kalten, regnerischen Samstag nachmittag gegen 14:00 Uhr durch die menschenleere Innenstadt und den nur von Enten bevölkerten, matschigen Stadtpark, gutgelaunt in Richtung der Soletherme Bad Sassendorf. Noch ahnen sie nichts von dem unaussprechlichen Grauen, das sie dort erwartet. Nach kurzem Planschen im Innenbereich geht es nach draußen, wo das 33 Grad warme Wasser unter grauem Himmel lockt. Der Temperaturunterschied lässt dicke Dunstschwaden über das Wasser wabern und erschwert die Sicht.
Plötzlich kommen schemenhafte Gestalten ins Sichtfeld, die sich im Wasser tummeln. Zunächst erscheint nichts ungewöhnlich. Am Rande des Beckens jedoch wird eine vierarmige Monströsität sichtbar. Zwei Köpfe, verschmolzen zu einer unförmigen Masse. Schmatzende, sabbernde Geräusche dringen durch die Salzschwaden.
Als ein Windhauch plötzlich die Sicht freigibt, trifft der Anblick die unvorbereiteten Rehabilitanten wie ein Faustschlag:
Ein Mann, Ende 40, hat sich an sein 20 Jahre älteres Opfer festgesaugt und versucht sie offensichtlich zu verschlingen! Dieser Akt des in Westeuropa quasi unbekannten Freiluftkannibalismus offenbart sich bei widerwilliger, näherer Betrachtung aber dann doch nicht als kulinarisch, sondern sexuell motiviert. Dem Quartett dämmert langsam, die perfide, noch weitaus sinistere Wahrheit:
Es handelt sich offensichtlich um zwei notgeile Teenager, die durch ein unaussprechliches Experiment in die Körper ihrer respektiven Großeltern versetzt wurden. Nicht anders ist das ausdauernde, visuell offensiv vorgetragene, schlabbern, sabbern, ablecken und andere, glücklicherweise unter der Wasseroberfläche stattfindende, Aktivitäten zu erklären.
Wie ein Zugunglück zieht das Geschehen den Blick immer und immer wieder in den Bann, so dass die Kurgäste nach einer Weile verstört die Flucht antreten.
Im Stile der Geschichten des Großmeisters H.P Lovecraft gibt es für die Reisenden jedoch kein Entkommen.
Als sie sich in Sicherheit wähnend in einem nahe gelegene Cafe  niederlassen, stellen sie kurz darauf fest, dass das Grauen sie verfolgt hat und aus einer nahe gelegenen Nische beobachtet. Höhnisch grinsend wird das Ritual fortgesetzt und das Quartett der Verdammten tritt die Flucht in die Klinik an: verstört und für immer einem Teil ihrer geistigen Gesundheit beraubt.

Fin.

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