Donnerstag, 24. März 2016

T+21 Abschied von Tisch 12

Vorbemerkung:
Für die, die noch nie in einer Reha waren: man bekommt einen festen Platz an einem bestimmten Tisch zugewiesen. Dort sitzt man dann drei Wochen lang drei Mahlzeiten am Tag mit drei zunächst Fremden zusammen. Die kleinste Organisationseinheit für Unternehmungen aller Art ist "der Tisch" bzw. "die Tischgruppe" bzw "meine Leute". Meist sind die Einzelpersonen am gleichen Tag oder zumindest zeitnah angekommen und haben daher oft auch ähnliche Termine für Gruppentherapie etc., das heißt man sieht sich ständig. Wer da ins Klo greift Pech hat, sieht einigen langen Wochen entgegen.
 
Tisch 12
 
Die Elite. Die Creme de la creme. Der lauteste Tisch. Der albernste Tisch. Der Tisch der vielfältigsten Diskussionsthemen. Der Tisch mit dem wenigsten Nachtisch aber dem meisten Schokopudding.



Die Startbesetzung:
Rücken oben (Karola), Rücken unten (Tanja), Knie (moi) und 1/2 Schulter (Nicole) .
Hallo Nicole - sorry, aber teilstationäre Weicheier zählen nur halb, die sind ja nie da! :-P

Um das personelle Defizit aufzufüllen rekrutierte "General" Karola am ersten abend gleich einen zusätzlichen Fuß (Alina) von ihrem latent stinkstiefeligen Tisch  herüber zu uns ins Team. So war das Quartett ab Tag 2 vollständig.

(Alina, Karola, Tanja)

Das Ganze passte sofort wie die Faust aufs Auge. Mit "General" Karola, "Prinzessin" Tanja und "Bärchen!" Alina wurde es nie langweilig!

Ein Lob an alle "meine" Mädels, die es schafften, trotz manchmal garstiger Schmerzen trotzdem immer ihre gute Laune zu wahren. Drei Wochen lang kein Streit, kein Ärger, viel zu Lachen, reichlich Partien 6 Nimmt, Shopping Ausflüge, Runden um den See, literweise Minztee, Thermebesuche und vieles mehr.  Im letzten Drittel kam dann noch Gerhard "Der Schwabe" hinzu, der mit viel Energie und immer gut gelaunt noch drei Sack trockenen Humor mit ins Boot warf ("Auf die Gesundheit!").
(Gerhard und sein schwäbisches Portemonnaie)



Tolle Leute, von denen der Abschied schwer fällt.


Das letzte Frühstück kommt und geht und danach heißt es Abschied nehmen. Wenn der Plan aufgeht, werden wir uns wieder sehen, zum Jahresrevival in Bad Sassendorf.

Eine letzte, lange Runde um den See und der Vorhang fällt.

Ich steige ins Auto. Es geht nach Hause.

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